Archiv der Kategorie: Bericht

betterpark opening

Saisonzwischenstand

Nachdem es eine lÀngere Zeit etwas ruhiger war werde ich im Folgenden mal kurz vom Verlauf meiner aktuellen Snowboardsaison berichten.

Vorwinter – Parkopenings, Blue Birds und Eisplatten

Anfang Oktober ging es los in die Berge. Da die nahegelegenen Skigebiete natĂŒrlich zu dieser Zeit weder Schnee noch sonst irgendeinen Skibetrieb haben bleibt einem nur der Weg zu den Gletschern in Tirol ĂŒbrig. Das ist allerdings garnicht so schlimm, da zu dieser Zeit die Parkopenings vom Betterpark Hintertux und Stubai Zoo stattfinden und diese meistens ein rechte Gaudi sind.

IMAG0353

WĂ€hrend bei Betterpark Opening das bombastische Wetter noch mit halbwegs brauchbaren Pistenbedingungen und genĂŒgend Schnee fĂŒr einen ansehnlichen Park gekrönt wurden hatten die Shaper in Stubai einen schweren Stand. Kurzer Hand wurde das Opening dann auch stark verkleinert und statt des eigentlich Parks ein kleines Jibsetup am Gamsgarten aufgebaut.

IMAG0370

Die Bedingungen waren auch wirklich eine Katastrophe. Wir hatten vor das ganze Wochenende in Stubai zu verbringen, haben uns dann aber kurzfristig umentschlossen und den Sonntag in Hintertux verbracht.

IMAG0385

Egal, dank Snowcard Tirol und wiederum einem superben Wetter war am Samstag Liegestuhlschwung und Railcontest schauen angesagt. Im November standen dann noch ein paar Tage cruisen in Hintertux und Stubai auf dem Plan, welche alle durchweg von gutem Wetter geprÀgt waren.

IMAG0348

Winter – Ließ auf sich warten

Der Dezember bracht im Großen und Ganzen eigentlich nur schlechteres Wetter und erstmal nicht wirklich viel Schnee. WĂ€hrend ich Anfang Dezember noch gutes Wetter bei der skischulinternen Snowboardlehrerfortbildung genießen konnte waren die restlichen Tage eher so mĂ€h. Doch dann kam Weihnachten und damit der erste richtige Schneeeinbruch. Ein Traum in weiß und die ersten geilen Powdertage in Stubai. Leider war dieser Traum nur von kurzer Dauer und das mĂ€ĂŸig gute Wetter haben mich den Januar etwas ruhiger angehen lassen. Ein super Tag in HochfĂŒgen, Steinplatte und Fieberbrunn waren meine ganze Ausbeute.

IMAG0436

Ausblick – Schau mer mal, dann seng ma scho

Der Schnee ist da und sieht auch nicht so aus als ob er gleich wieder verschwindet. Das Wetter bietet im Moment auch ein bisschen mehr. das heißt einer langen und geilen Saison steht eigentlich nichts im Wege.



samerberg

Da samma in Samerberg

Nachdem ich nun seit ein paar Monaten das Mountainbiken auf die Liste meiner Hobbies setzen kann, war es an der Zeit sich mal in einem Bikepark zu versuchen. Aber erstmal der Reihe nach.

Der Anfang

FĂŒr mich war Fahrradfahren bisher nur ein praktisches Mittel zur Fortbewegung zur Schule, zur Uni, zur Arbeit oder wohin auch immer. Als ich dann im Internet ĂŒber mehrere Mountainbikevideos gestolpert bin und öfter mal ein paar Slopestyle-, Downhill-und Endurorennen angeschaut hatte war ich angefixt und hatte richtig Lust das ganze mal auszuprobieren. Bisher hatte mich jedoch die Tatsache erstmal einen vierstelligen Eurobetrag investieren zu mĂŒssen davor abgeschreckt und so lag das ganze erstmal auf Halde. Dieses Jahr war die Lust dann so groß und die finanziellen Mittel vorhanden, dass ich mir Ende Mai ein schönes, gebrauchtes Enduro Mountainbike geleistet habe. Und somit darf ich ein Rocky Mountain Slayer SXC 70 mein Eigen nennen.

rm slayer sxc 70

Rocky Mountain Slayer SXC 70

Erste Schritte

Mit dem neuen SportgerĂ€t unterm Hinter ging es erstmal auf die Trails in der Umgebung. Ein paar mal im Perlacher Forst auf und ab und dabei erste „Downhillerfahrungen“ am Perlacher Muggl sammeln und dann ab auf die bekannten Isartrails. Bis zu diesem Zeitpunkt dachte ich eigentlich, dass ich relativ fit bin…Denkste. Ich habe gekotzt und geflucht und trotzdem meinen Spaß dabei gehabt. Mit der Zeit wurde das kotzen und fluchen weniger und die so gefĂ€hrlich aussehenden, querliegenden BaumstĂ€mme und kleine SteilstĂŒcke waren auch kein Problem mehr. Ermutig durch meine Mitfahrer auf den Isartrails war daher der nĂ€chste logische Schritt sich mal in die echten Berge zu wagen und einen Bikepark zu besuchen.

Bikepark Samerberg

Gesagt und Getan. Samstags um 7 Uhr aufgestanden, um 8 Uhr Abfahrt und um 9 Uhr standen Maxi und ich auf dem Parkplatz vom Bikepark Samerberg. Unmenschliche Uhrzeit! Allerdings hat es sich bezahlt gemacht so frĂŒh dort aufzuschlagen. Denn zum einen wurde es gegen MIttag unertrĂ€glich heiß und zum anderen hatten wir den Park fast fĂŒr uns, was fĂŒr die ersten Versuche gar nicht schlecht war. Ich muss gestehen ein bisschen Bammel hatte ich schon, wie sich jedoch rausgestellt hat war dieser eher unberechtigt. Aber weiter im Text: Am Parkplatz angekommen hieß es erstmal die komplette RitterrĂŒstung bestehend aus Knie/Schienbeinschoner, Protectionpants, Brustpanzer und Fullfacehelm anzuziehen. Beweglich geht anders. =) Dann noch schnell Bikeparkkarte und Liftticket kaufen und ab gehts. Als Wintersportler muss ich sagen, dass die Preise angenehm niedrig sind. 13€ fĂŒr die Bikeparkkarte und 16€ fĂŒr eine 10er Karte sind in Ordnung, da bin ich anderes gewohnt. Die ersten Abfahrten waren noch ein bisschen zögerlich aber mit der Zeit und ein paar Tipps von Maxi wurde das ganze im runder und flĂŒssiger und irgendwann hatte ich das GefĂŒhl auch nicht weiter aufzufallen. 😀 Persönlich haben mir die Holzanliegerkurven wahnsinnig viel Spaß gemacht und der Teil der Singletrailstrecke, welchen ich gefahren bin. Generell war es einfach schön, sich den Flow mal nicht selber erstrampeln zu mĂŒssen sondern es einfach laufen lassen zu können. Dennoch hĂ€tte ich nicht gedacht, dass reines bergab Fahren so anstrengend sein kann. Ich hab gute gepumpt und nach 5 Abfahrten war Schluss.  Ich hatte schlicht und ergreifend keine Kraft mehr in den HĂ€nden und konnte mich kaum halten, geschweige denn noch vernĂŒnftig bremsen. Ich bin aber auf jeden Fall angefixt und werde in nĂ€chster Zeit bestimmt nochmal in den Bikepark Samerberg fahren oder mal einen anderen Bikepark austesten.

Anmerkung: Wenn Maxi die Videos der Helmkamera rausrĂŒckt gibt es auch noch ein Video von dem Tag.

groupshot

Ein Tag im Park und lauter kleine Kinder…

Letztens waren wir mal wieder in unserem Standardgebiet auf der Steinplatte. Von MĂŒnchen aus sehr gut zu erreichen, relativ Schneesicher und einen gutem Park, welcher unserem Niveau entspricht. Generell ist das ganze Gebiet recht familienfreundlich und in der Verbindung mit dem gut zu erreichenden Park entsteht ein Problem ĂŒber welches ich mich in diesem Artikel auslassen möchte.

groupshot

Gruppenfoto

Menschen im Park, welche da nichts verloren haben

Ich denke jeder der öfter mal im Park unterwegs ist kommt Folgendes bekannt vor: Man fĂ€hrt auf ein Obstacle zu, bleibt stehen, weil entweder schon Jemand ansteht oder um sich kurz zu sammeln oder was auch immer. Jeder weitere Fahrer wĂŒrde ebenfalls stehen bleiben und zumindest kurz fragen ob er auf das Obstacle kann. Nicht Jedoch die Horde Kinder, die von hinten angeschossen kommt und ohne RĂŒcksicht auf Verluste an den Wartenden vorbei auf Box/Rail/Kicker fĂ€hrt. Scheiß egal ob sich gerade Jemand in der Anfahrt oder auf dem Obstacle befindet…  Das ist nicht nur unhöflich sondern auch einfach gefĂ€hrlich. Und ich bin mir relativ sicher, wenn etwas passiert sind wir die Bösen die natĂŒrlich absolut keine RĂŒcksicht auf die Kinder genommen haben.

Nachdem ein Freund von mir nach einem Sturz auf der Butterbox fast von einem Kind ĂŒber den Haufen gefahren wurde, welches natĂŒrlich 1 Meter hinter im direkt auf die Box gefahren ist, habe ich mir kurz dessen Vater geschnappt und ihm erklĂ€rt, dass es so nicht geht und er seine Kinder zu mehr RĂŒcksicht und Vorsicht ermahnen soll. WĂ€hrend dem GesprĂ€ch konnte ich dick und fett „Leck mich am Arsch“ in seinen Augen ablesen. In so Momenten wĂŒrde ich gerne handgreiflich werden.

Lösungen

Gibt es ĂŒberhaupt Lösungen? Beziehungsweise gibt es ĂŒberhaupt durchsetzbare Lösungen? Ich habe mich schon mit mehreren Leuten ĂŒber das Problem unterhalten und es sind auch LösungsvorschlĂ€ge genannt worden, jedoch alle eher mit dem PrĂ€dikat <<Nicht durchfĂŒhrbar>> versehen. So könnte vom Betreiber des Parks eine „Park Patrol“ eingesetzt werden, welche fĂŒr Ordnung sorgt und unter UmstĂ€nden ein Park Verbot erteilt. Das ist allerdings vermutlich aus monetĂ€ren GrĂŒnden nicht machbar. Desweiteren könnte durch ein Drehkreuz am Anfang des Parks nur eine bestimmte Anzahl Personen in den Park gelassen werden. Wenn die maximale Anzahl Fahrern im Park ist geht das Kreuz erst wieder auf, wenn Jemand den Park durch das Kreuz am Ende wieder verlĂ€sst. Auch eher weniger machbar, da somit der komplette Park abgesperrt werden mĂŒsste um ein seitliches Betreten oder Verlassen zu verhindern. Es könnte ein Mindestalter fĂŒr den Park festgesetzt werden, womit man aber auch den Kindern unrecht tut, welche sich korrekt verhalten.

Es ist ein schwieriges Thema und ich habe ehrlich gesagt keine adĂ€quate Lösung parat. Von dem her wĂŒrde mich interessieren ob Ihr AnsĂ€tze habt wie das Problem zu lösen wĂ€re.

Last but not least noch ein paar Bilder von dem Tag.

 

„Uccello azzurro a Canazei“ oder so Ähnlich

Anscheinend meint es das Wetter wirklich gut mit mir in letzter Zeit. WĂ€hrend halb Deutschland mit Xaver gerangelt hat, bin ich auf die andere Seite der Alpen geflohen und habe ein Wochenende in Canazei, Trentino in den Dolomiten verbracht. An 5 der 8 Tagen die ich diese Saison bereits auf dem Brett gestanden bin, wurde mir ein Bilderbuchwetter beschert, wodurch ich vermutlich jetzt schon mehr Sonnentage auf dem Kerbholz habe als in der gesamten letzten Saison.

Weiterlesen