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Da samma in Samerberg

Nachdem ich nun seit ein paar Monaten das Mountainbiken auf die Liste meiner Hobbies setzen kann, war es an der Zeit sich mal in einem Bikepark zu versuchen. Aber erstmal der Reihe nach.

Der Anfang

FĂŒr mich war Fahrradfahren bisher nur ein praktisches Mittel zur Fortbewegung zur Schule, zur Uni, zur Arbeit oder wohin auch immer. Als ich dann im Internet ĂŒber mehrere Mountainbikevideos gestolpert bin und öfter mal ein paar Slopestyle-, Downhill-und Endurorennen angeschaut hatte war ich angefixt und hatte richtig Lust das ganze mal auszuprobieren. Bisher hatte mich jedoch die Tatsache erstmal einen vierstelligen Eurobetrag investieren zu mĂŒssen davor abgeschreckt und so lag das ganze erstmal auf Halde. Dieses Jahr war die Lust dann so groß und die finanziellen Mittel vorhanden, dass ich mir Ende Mai ein schönes, gebrauchtes Enduro Mountainbike geleistet habe. Und somit darf ich ein Rocky Mountain Slayer SXC 70 mein Eigen nennen.

rm slayer sxc 70

Rocky Mountain Slayer SXC 70

Erste Schritte

Mit dem neuen SportgerĂ€t unterm Hinter ging es erstmal auf die Trails in der Umgebung. Ein paar mal im Perlacher Forst auf und ab und dabei erste „Downhillerfahrungen“ am Perlacher Muggl sammeln und dann ab auf die bekannten Isartrails. Bis zu diesem Zeitpunkt dachte ich eigentlich, dass ich relativ fit bin…Denkste. Ich habe gekotzt und geflucht und trotzdem meinen Spaß dabei gehabt. Mit der Zeit wurde das kotzen und fluchen weniger und die so gefĂ€hrlich aussehenden, querliegenden BaumstĂ€mme und kleine SteilstĂŒcke waren auch kein Problem mehr. Ermutig durch meine Mitfahrer auf den Isartrails war daher der nĂ€chste logische Schritt sich mal in die echten Berge zu wagen und einen Bikepark zu besuchen.

Bikepark Samerberg

Gesagt und Getan. Samstags um 7 Uhr aufgestanden, um 8 Uhr Abfahrt und um 9 Uhr standen Maxi und ich auf dem Parkplatz vom Bikepark Samerberg. Unmenschliche Uhrzeit! Allerdings hat es sich bezahlt gemacht so frĂŒh dort aufzuschlagen. Denn zum einen wurde es gegen MIttag unertrĂ€glich heiß und zum anderen hatten wir den Park fast fĂŒr uns, was fĂŒr die ersten Versuche gar nicht schlecht war. Ich muss gestehen ein bisschen Bammel hatte ich schon, wie sich jedoch rausgestellt hat war dieser eher unberechtigt. Aber weiter im Text: Am Parkplatz angekommen hieß es erstmal die komplette RitterrĂŒstung bestehend aus Knie/Schienbeinschoner, Protectionpants, Brustpanzer und Fullfacehelm anzuziehen. Beweglich geht anders. =) Dann noch schnell Bikeparkkarte und Liftticket kaufen und ab gehts. Als Wintersportler muss ich sagen, dass die Preise angenehm niedrig sind. 13€ fĂŒr die Bikeparkkarte und 16€ fĂŒr eine 10er Karte sind in Ordnung, da bin ich anderes gewohnt. Die ersten Abfahrten waren noch ein bisschen zögerlich aber mit der Zeit und ein paar Tipps von Maxi wurde das ganze im runder und flĂŒssiger und irgendwann hatte ich das GefĂŒhl auch nicht weiter aufzufallen. 😀 Persönlich haben mir die Holzanliegerkurven wahnsinnig viel Spaß gemacht und der Teil der Singletrailstrecke, welchen ich gefahren bin. Generell war es einfach schön, sich den Flow mal nicht selber erstrampeln zu mĂŒssen sondern es einfach laufen lassen zu können. Dennoch hĂ€tte ich nicht gedacht, dass reines bergab Fahren so anstrengend sein kann. Ich hab gute gepumpt und nach 5 Abfahrten war Schluss.  Ich hatte schlicht und ergreifend keine Kraft mehr in den HĂ€nden und konnte mich kaum halten, geschweige denn noch vernĂŒnftig bremsen. Ich bin aber auf jeden Fall angefixt und werde in nĂ€chster Zeit bestimmt nochmal in den Bikepark Samerberg fahren oder mal einen anderen Bikepark austesten.

Anmerkung: Wenn Maxi die Videos der Helmkamera rausrĂŒckt gibt es auch noch ein Video von dem Tag.

snowboardcross

Die Messe ist gelesen

Eine ĂŒberaus geile Snowboardcross-Saison ist vor ein paar Wochen in La Molina zu Ende gegangen. Speziell die deutschen Fahrer Paul Berg und Konstantin Schad konnten zeigen was sie drauf haben und uns mit mehreren Erfolgen verwöhnen. Allen voran natĂŒrlich der ĂŒberragende Sieg von Paul im letzten Weltcup in La Molina. Dieser Sieg hatte auch noch den netten Nebeneffekt, das Paul sich im Gesamtweltcup von Platz 12 auf Platz 2 vorgeschoben hat.

Paul Berg (rote Bib) bei seinem Weltcup Sieg in La Molina (Quelle: FIS)

Konsti, welcher sich noch Chancen auf eine gute Platzierung im Gesagmtweltcup ausgerechnet hat, konnte leider im La Molina nichts erreichen und rutschte durch seinen 8. Platz auf Platz 5 ab. NatĂŒrlich immer noch eine super Platzierung, aber ich glaube er hatte sich mehr erhofft. Gewonnen hat den GEsamtweltcup Omar Visintin aus Italien.
Bei den Frauen hat Dominique Maltais sowohl den letzten Weltcup als auch den Gesamtweltcup souverÀn gewonnen. Luca Berg ist hat bei dem letzten Rennen auf den Start verzichtet im gesamten aber auch eine gute Saison abgeliefert und gezeigt, dass die nÀchsten Jahre mit ihr zu rechnen ist.

Auch wenn es diese Saison noch nicht ganz fĂŒr den großen Wurf gereicht hat und Olympia eher unglĂŒcklich verlaufen ist hat es super viel Spaß gemacht mitzufiebern und ich freue mich schon auf die nĂ€chste Saison. Aus persönlichen GrĂŒnden auch speziell auf die RĂŒckker von Maxi Stark nach seiner langen Verletzungspause.

Spin2Win vs. Style

Quo Vadis Competitive Snowboarding? Die im Titel gestellte Frage wird vermutlich schon diskutiert seit es Competitive Freestyle Snowboarding gibt. Immer höher, schneller, weiter oder doch mal einen Gang zurĂŒck und dafĂŒr mit massig Style? Der Grund warum ich dieses Thema aufgreife ist folgendes Video, welches nach dem X Games Big Air entstanden ist. Darin gibt Halldor Helgason relativ direkt seine Meinung zu dem Thema kund.


X Games Aspen 2014 – Big Air from Snowboarder Magazine on Vimeo.

Wer das Video gesehen hat wird gemerkt haben, dass Halldor nicht sonderlich angetan ist von der Entwicklung und das ganze als „disgusting“ bezeichnet. Kurze Zeit spĂ€ter wir in dem Video, von einer mir unbekannten Person eine Art Rechtfertigung geliefert mit der Aussage, dass die Zuschauen genau das sehen wollen. Ist das denn so? Wenn ich mir die Zuschauer bei der Freestyle.ch ZĂŒrich Style Session anschaue, sehen diese alles andere als gelangweilt aus und die bis zum Maximum getweakten Methods und langsam gedrehten Rotationen sind an Style wohl kaum zu ĂŒberbieten.

Warum dann nicht alles beim Alten belassen und eine maximale Rotation von 720° zulassen? Die einfachste Antwort auf diese Frage ist vermutlich:“Weil es sonst nicht weiter geht!“. Ohne den Willen der Rider bei dem nĂ€chsten Contest noch höhere, weitere, schnellere Tricks zu zeigen um zu gewinnen, wĂŒrde der Sport, zumindest im Freestyle, wahrscheinlich recht bald auf der Stelle treten. Und ich gebe zu, als vor 2 Jahren das erste mal bei den X Games das Triple Cork Massaker eröffnet wurde war ich auch total fasziniert und wurde von dem Hype angesteckt. Wer sagt denn auch, dass es nur das Eine oder das Andere geben kann/darf?

Daher denke ich, dass beide Contest Varianten ihre Daseinsberechtigung haben und die Style Sessions vielleicht noch öfters zum Zuge kommen sollten. Damit wĂŒrden dann sowohl alle Zuschauen als auch alle Rider zufriedengestellt werden und jeder kann den fĂŒr sich interessanten Contest rauspicken.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten vorraus

Nein, ich rede nicht von Olympia sondern von den Winter X Games, welche vom 22.1 bis 1.2.2014 in Aspen stattfinden werden (Zeitplan).

Quelle: http://www.idownloadblog.com/

Auch wenn Olympia in Sachen Action Sportarten in den letzten Jahren mit dem Einbinden von Snowboardcross, Halfpipe und Slopestyle gut aufgeholt hat und, zumindest in Europa, das prestigetrÀchtigere Event ist, bleiben die X Games das Mekka der Actionsportler. Seit 1997 werden die Fans mit feinstem Sport aus den Bereichen Snowboard, Freeski und Snowmobile in unterschiedlichen Disziplinen verwöhnt. Ich erinnere mich immer noch mit einer GÀnsehaut an den an den Moment als Torstein Horgmo bei den X Games 2011 als erster Snowboarder einen Triple Cork in einem Contest gestanden hat und Shawn White seinen 100 Punkte Run eingefahren hat.

Doch soviel Glanz und Glorie haben auch ihren Preis und die beiden TodesfĂ€lle der letzten beiden Jahre sollen nicht unerwĂ€hnt bleiben. 2012 stĂŒrzte Sarah Burke bei einem Trainingsrun in der Halfpipe und erlag spĂ€ter ihren Verletzungen, ebenso Caleb Moore bei den X Games 2013, welcher nach einem Sturz von seinem Snowmobile getroffen wurde und auch wenige Zeit spĂ€ter verstarb. Ich stelle mir daher öfters die Frage ob es denn immer höher, schneller und weiter sein muss oder ob sich ohne grĂ¶ĂŸere Kicker, höhere Rails und Geschwindigkeiten der Progress und damit vermutlich nach und nach das Interesse einstellen wĂŒrden. Klar, in letzter Instanz liegt die Entscheidung bei dem Athleten selbst ob er Antritt oder nicht, allerdings bezweifle ich, dass sich Jemand die Blöse geben möchte einen RĂŒckzieher zu machen. Die Zukunft wird zeigen in welche Dimensionen sich das Ganze noch entwickelt, allerdings vermute ich, dass erst wieder eine Gewisse Sensibilisierung erfolgt, nachdem wieder UnglĂŒck geschehen ist.

Doch jetzt zu dem eigentlichen Thema, weshalb ich diesen Post schreibe. Die Videoparts fĂŒr den X Games Real Snow Street Contest sind zur Abstimmung freigegeben. Und ich muss sagen, obwohl ich nicht der grĂ¶ĂŸte Street Fan bin haben mich einige Parts echt total von den Socken gehauen. Sei es durch verdammt kreatives Riding oder durch Tricks die in meinen Gedanken nicht mal probieren möchte.

Bode Merrill

Einfach nur brutal was der Kerl da macht und kreativ noch dazu. Aber neben den teilweise echt fiesen Gaps und Transfers… was zum Henker macht er bei 0:52 Sekunden?!? Einen Rodeo ĂŒber den Zaun to FS Boardslide? Das Teil hat mich schon ziemlich beeindruckt und ihm auch meine Stimme im Kampf gegen Frank April gesichert.

 

Jetzt aber zu meinen beiden Favouriten.

Eiki Helgason

Einer der beiden bekloppten IslĂ€nder ist immer irgendwo mit dabei. Diesmal der eher etwas weniger im Rampenlicht stehende Eiki. Und dabei haut er einen Videopart raus der sich gewaschen hat. Meiner Meinung nach noch eine Ecke kreativer als Bode, man nehme nur mal den 360-Flip, dazu einen flotteren Schnitt und interessantere KamerafĂŒhrung und am Schluss einen Banger der sich gewaschen hat. Aber schaut Euch das Video am besten selbst an.

Jaeger Bailey

Jaeger hat nicht nur den geilsten Namen von allen Ridern sondern steht seinen direkten Konkurrenten Eiki in nichts nach. Auch wenn mich das gesamte Video nicht so stark anspricht wie das von Eiki hat er ein paar Tricks in seinem Part, welche mich sehr lange ĂŒber mein Voting haben grĂŒbeln lassen. Allein der Handstand to Boardslide (oder wie auch immer man das nennen möchte) am Anfang macht Lust auf mehr. Doch am meisten hat mich…ach schaut einfach selbst.

 

Ich finde es nur schade, dass die meiner Meinung nach besten zwei Videoparts bereits in der ersten Runde aufeinander treffen. Ich bin gespannt wie es ausgeht. Wie gefallen Euch die Parts?

„Uccello azzurro a Canazei“ oder so Ähnlich

Anscheinend meint es das Wetter wirklich gut mit mir in letzter Zeit. WĂ€hrend halb Deutschland mit Xaver gerangelt hat, bin ich auf die andere Seite der Alpen geflohen und habe ein Wochenende in Canazei, Trentino in den Dolomiten verbracht. An 5 der 8 Tagen die ich diese Saison bereits auf dem Brett gestanden bin, wurde mir ein Bilderbuchwetter beschert, wodurch ich vermutlich jetzt schon mehr Sonnentage auf dem Kerbholz habe als in der gesamten letzten Saison.

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