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Spin2Win vs. Style

Quo Vadis Competitive Snowboarding? Die im Titel gestellte Frage wird vermutlich schon diskutiert seit es Competitive Freestyle Snowboarding gibt. Immer h√∂her, schneller, weiter oder doch mal einen Gang zur√ľck und daf√ľr mit massig Style? Der Grund warum ich dieses Thema aufgreife ist folgendes Video, welches nach dem X Games Big Air entstanden ist. Darin gibt Halldor Helgason relativ direkt seine Meinung zu dem Thema kund.


X Games Aspen 2014 – Big Air from Snowboarder Magazine on Vimeo.

Wer das Video gesehen hat wird gemerkt haben, dass Halldor nicht sonderlich angetan ist von der Entwicklung und das ganze als „disgusting“ bezeichnet. Kurze Zeit sp√§ter wir in dem Video, von einer mir unbekannten Person eine Art Rechtfertigung geliefert mit der Aussage, dass die Zuschauen genau das sehen wollen. Ist das denn so? Wenn ich mir die Zuschauer bei der Freestyle.ch Z√ľrich Style Session anschaue, sehen diese alles andere als gelangweilt aus und die bis zum Maximum getweakten Methods und langsam gedrehten Rotationen sind an Style wohl kaum zu √ľberbieten.

Warum dann nicht alles beim Alten belassen und eine maximale Rotation von 720¬į zulassen? Die einfachste Antwort auf diese Frage ist vermutlich:“Weil es sonst nicht weiter geht!“. Ohne den Willen der Rider bei dem n√§chsten Contest noch h√∂here, weitere, schnellere Tricks zu zeigen um zu gewinnen, w√ľrde der Sport, zumindest im Freestyle, wahrscheinlich recht bald auf der Stelle treten. Und ich gebe zu, als vor 2 Jahren das erste mal bei den X Games das Triple Cork Massaker er√∂ffnet wurde war ich auch total fasziniert und wurde von dem Hype angesteckt. Wer sagt denn auch, dass es nur das Eine oder das Andere geben kann/darf?

Daher denke ich, dass beide Contest Varianten ihre Daseinsberechtigung haben und die Style Sessions vielleicht noch √∂fters zum Zuge kommen sollten. Damit w√ľrden dann sowohl alle Zuschauen als auch alle Rider zufriedengestellt werden und jeder kann den f√ľr sich interessanten Contest rauspicken.

Konstantin Schad holt Bronze bei den X Games 2014

Wenn’s l√§uft, dann l√§uft’s! Unter diesem Motto k√∂nnten man die bisherige Saison im Snowboardcross von Konsti laufen lassen. Erst der Sieg im Teamwettbewerb in Montafon zusammen mit Paul Berg, dann der zweite Platz in Lake Louise und jetzt die Bronze Medaille bei den X Games in Aspen.

xgames snowboardcross

Konsti (gr√ľne Hose) bei den X Games 2014 (Quelle: http://www.zimbio.com/)

Schade nur, dass David Speiser, welcher im Halbfinale kurz vor dem Ziel noch auf den dritten Platz lag in der Rollersektion den Abflug gemacht hat. Nach einem relativ schlechten Start im kleinen Finale war dann auch nur noch Platz 11 drin. Paul Berg ist bereits im Viertelfinale nach einem Boardkontakt ausgeschieden.

Trotzdem machen die Ergebnisse Lust und Hoffnungen auf eine Medaille bei Olympia! Auf geht’s Jungs!

Große Ereignisse werfen ihre Schatten vorraus

Nein, ich rede nicht von Olympia sondern von den Winter X Games, welche vom 22.1 bis 1.2.2014 in Aspen stattfinden werden (Zeitplan).

Quelle: http://www.idownloadblog.com/

Auch wenn Olympia in Sachen Action Sportarten in den letzten Jahren mit dem Einbinden von Snowboardcross, Halfpipe und Slopestyle gut aufgeholt hat und, zumindest in Europa, das prestigeträchtigere Event ist, bleiben die X Games das Mekka der Actionsportler. Seit 1997 werden die Fans mit feinstem Sport aus den Bereichen Snowboard, Freeski und Snowmobile in unterschiedlichen Disziplinen verwöhnt. Ich erinnere mich immer noch mit einer Gänsehaut an den an den Moment als Torstein Horgmo bei den X Games 2011 als erster Snowboarder einen Triple Cork in einem Contest gestanden hat und Shawn White seinen 100 Punkte Run eingefahren hat.

Doch soviel Glanz und Glorie haben auch ihren Preis und die beiden Todesf√§lle der letzten beiden Jahre sollen nicht unerw√§hnt bleiben. 2012 st√ľrzte Sarah Burke bei einem Trainingsrun in der Halfpipe und erlag sp√§ter ihren Verletzungen, ebenso Caleb Moore bei den X Games 2013, welcher nach einem Sturz von seinem Snowmobile getroffen wurde und auch wenige Zeit sp√§ter verstarb. Ich stelle mir daher √∂fters die Frage ob es denn immer h√∂her, schneller und weiter sein muss oder ob sich ohne gr√∂√üere Kicker, h√∂here Rails und Geschwindigkeiten der Progress und damit vermutlich nach und nach das Interesse einstellen w√ľrden. Klar, in letzter Instanz liegt die Entscheidung bei dem Athleten selbst ob er Antritt oder nicht, allerdings bezweifle ich, dass sich Jemand die Bl√∂se geben m√∂chte einen R√ľckzieher zu machen. Die Zukunft wird zeigen in welche Dimensionen sich das Ganze noch entwickelt, allerdings vermute ich, dass erst wieder eine Gewisse Sensibilisierung erfolgt, nachdem wieder Ungl√ľck geschehen ist.

Doch jetzt zu dem eigentlichen Thema, weshalb ich diesen Post schreibe. Die Videoparts f√ľr den X Games Real Snow Street Contest sind zur Abstimmung freigegeben. Und ich muss sagen, obwohl ich nicht der gr√∂√üte Street Fan bin haben mich einige Parts echt total von den Socken gehauen. Sei es durch verdammt kreatives Riding oder durch Tricks die in meinen Gedanken nicht mal probieren m√∂chte.

Bode Merrill

Einfach nur brutal was der Kerl da macht und kreativ noch dazu. Aber neben den teilweise echt fiesen Gaps und Transfers… was zum Henker macht er bei 0:52 Sekunden?!? Einen Rodeo √ľber den Zaun to FS Boardslide? Das Teil hat mich schon ziemlich beeindruckt und ihm auch meine Stimme im Kampf gegen Frank April gesichert.

 

Jetzt aber zu meinen beiden Favouriten.

Eiki Helgason

Einer der beiden bekloppten Isl√§nder ist immer irgendwo mit dabei. Diesmal der eher etwas weniger im Rampenlicht stehende Eiki. Und dabei haut er einen Videopart raus der sich gewaschen hat. Meiner Meinung nach noch eine Ecke kreativer als Bode, man nehme nur mal den 360-Flip, dazu einen flotteren Schnitt und interessantere Kameraf√ľhrung und am Schluss einen Banger der sich gewaschen hat. Aber schaut Euch das Video am besten selbst an.

Jaeger Bailey

Jaeger hat nicht nur den geilsten Namen von allen Ridern sondern steht seinen direkten Konkurrenten Eiki in nichts nach. Auch wenn mich das gesamte Video nicht so stark anspricht wie das von Eiki hat er ein paar Tricks in seinem Part, welche mich sehr lange √ľber mein Voting haben gr√ľbeln lassen. Allein der Handstand to Boardslide (oder wie auch immer man das nennen m√∂chte) am Anfang macht Lust auf mehr. Doch am meisten hat mich…ach schaut einfach selbst.

 

Ich finde es nur schade, dass die meiner Meinung nach besten zwei Videoparts bereits in der ersten Runde aufeinander treffen. Ich bin gespannt wie es ausgeht. Wie gefallen Euch die Parts?